"Während du draussen suchst, klopfen die Dinge an deine Tür - und du bist nicht
zu Hause."
(Andreas Tenzer)

Menschenbild

Wir Menschen tragen bereits in uns, was für unsere innere Zufriedenheit und unser Wohlbefinden notwendig ist.

Beim Aufwachsen werden wir neben den biologischen Anlagen von unserer Umgebung geprägt und übernehmen deren Werte und Normen. Die ersten Bindungs- und Beziehungserfahrungen sind massgeblich an der Bildung des Selbstvertrauens und der Vorstellung von uns selbst und den Mitmenschen beteiligt. Das Selbstvertrauen sowie das Selbstbild steuern wiederum das Denken, Fühlen und Verhalten und führen zu den entsprechenden Reaktionen im Aussen.

Infolge belastender Erlebnisse und je nach Wahrnehmung und Verarbeitung kann das wahre Selbst weitgehend verschüttet und überdeckt werden. Der Mensch passt sich der Umgebung an, um seinen wahren Wesenskern zu schützen und lebt gemäss den gelernten Regeln, Verboten und Werten.

Ohne den Zugang zu unserem Wesen kann der eigene Wert als Gefühl der inneren Sicherheit und Kostbarkeit, nicht gefühlt werden. Er wird durch Leistungen, Besitztum oder durch die Rolle in der Gesellschaft definiert. Oft melden sich gespeicherte Gefühle aus dem Innern über wiederkehrende Ängste, unangemessene Wutgefühle, Schuldgefühle oder körperliche Symptome.

Für mich ist die Begleitung der Menschen zurück zu ihrem wahren Selbst und die Stärkung der zum eigenen Wesen gehörenden Anteile eine wundervolle Aufgabe. In der Arbeit mit Kindern kommt der Wesenskern oft noch ganz stark zum Ausdruck. Das wahre Selbst der Kinder soll gestärkt werden um es ihnen zu erleichtern, ihren Entwicklungsweg zu gehen und sich im Leben zurecht zu finden.